• Der Mann für alle Fälle

    bei der Borussia

    Christoph Nordmann, 01.08.2019

Um Weltklasse zu spielen, braucht es bei Borussia Mönchengladbach auch Menschen hinter den Kulissen wie Markus Breuer. Wer ist der Mann, der als Busfahrer und Betreuer den Ball am Laufen hält und die ELTEN’S ELEVEN in Uedem zum Spiel abgeholt hat?

Im Interview erfahrt ihr mehr über Markus und seine Tätigkeiten bei dem Traditionsverein vom Niederrhein.

Wer ist Markus Breuer?

Ehrlich, lustig und für jeden Schabernack zu haben.

Dein Name ist untrennbar mit der Borussia verbunden. Wie ist diese Liebe entstanden?

1985 bin ich als 15-jähriger Torwart in die B-Jugend der Borussia gewechselt. Fast mein ganzes Leben war ich bei den Fohlen. Vier Monate lang, das war 1993, habe ich sogar bei den Profis mittrainieren dürfen.

Wie viele Kilometer fährst du pro Saison mit dem Fohlen-Bus?

35.000 km pro Jahr, zu jedem Spiel in Deutschland.

Wie vertreiben sich die Spieler während der Fahrt die Zeit?

Es ist immer recht ruhig im Bus. Eigentlich hat jeder seinen Laptop dabei. Musik hören, gegeneinander zocken, Filme gucken oder einfach quatschen.

Was ist dein kuriosestes Erlebnis im Bus?

Damals in der 2. Bundesliga beim Spiel gegen Nürnberg: der Bus war abfahrbereit, die Mannschaft saß schon im Bus, der ganze Kram eingeladen, aber ich habe den Busschlüssel nicht gefunden. Panisch habe ich das halbe Hotelzimmer auseinandergenommen und wo war der Schlüssel die ganze Zeit? Im Zündschloss.

Wie hältst du dich während der Fahrt wach?

Ich reiße relativ leicht die Kilometer runter, aber es gibt immer drei Dinge, die ich beachte: nichts fettiges Essen, ausreichend Schlaf und immer eine Cola Zero dabei.

Busfahrer vs. Betreuer: In welcher Rolle fühlst du dich wohler?

Beides mache ich gerne und genieße die Abwechslung, die meine Tätigkeit mitsich bringt.

Der Eff Zeh aus Köln ruft an und probiert dich abzuwerben. Wie sieht deine Antwort aus?

(lacht) So viel Geld können die nicht haben. Nein, niemals. Die Familie lässt man nicht im Stich.

Die Borussia war in der Sommerpause das erste Mal in China – bist du auch vor Ort mit dem Bus gefahren?

Ich war in meiner Rolle als Zeugwart vor Ort, bin aber keinen Bus gefahren – öffentliches Training, ein Spiel und Sightseeing standen auf dem Programm. In Shanghai wäre Busfahren aber kein Problem gewesen. Das ist besser organisiert als in Düsseldorf oder Köln.

Abschließende Frage: Was ist diese Saison für die Fohlen drin?

Unfallfrei durch die Saison zu fahren.

Alle bisherigen Folgen rund um die ELTEN’S Eleven und das Spiel des Jahres gibt’s hier.
31. Juli 2019 / von Christoph Nordmann