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    Anna Katharina Alt

    Benjamin Strahlen, 11.09.2020

Von Herz bis Fuß: Buntes Leben in ELTEN Schuhen

Tattoos sind ihre Leidenschaft und in der in der Szene ist sie bekannt wie ein bunter Hund – hat aber eigentlich einen ganz anderen Beruf, dem sie mindestens genauso leidenschaftlich nachgeht: Anna Katharina Alt. Jetzt hat die 33-jährige ihre beiden Passionen verknüpft und für die Mitarbeiter eines Altenpflegeheims in Alpen am Niederrhein ELTEN Schuhe bemalt. Wir möchten euch die gebürtige Thüringerin vorstellen und einen Einblick in ihr abwechslungsreiches Leben geben.

Hallo Anna! Danke, dass du dir die Zeit nimmst. Du bist ja immer viel unterwegs, was machst du in deinem Leben alles?

Sehr viel (lacht). Ich bin voll berufstätig, führe mit meinem Freund ein Tattoo-Studio und dann ist da auch noch meine Familie – mein ganzer Stolz! Und mit Familie meine ich meinen Hund, meine Katze, meine zwei Schlangen und meine Freund natürlich (lacht).

Einiges los also bei dir! Tattoos sind deine Leidenschaft, das ist nicht zu übersehen. Beruflich kommst du eigentlich aber woanders her?

Das kann man so sagen (lacht). Ich bin ausgebildete Restaurantfachfrau und habe auch eine Zeit lang in dem Job gearbeitet. Allerdings hat mich der soziale Bereich dann doch mehr gereizt. Ich habe dann erstmal Hospizbegleitung gemacht, arbeite aber seit mittlerweile zehn Jahren als Heilerziehungspflegerin in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. Und das erfüllt mich komplett! Ich liebe meinen Beruf, den ich wirklich als Berufung empfinde. Wir hatten zwischenzeitlich auch mal überlegt, ob ich komplett ins Tattoo-Studio einsteige – aber ich kann meinen Beruf nicht aufgeben, das geht nicht.

Was macht deinen Beruf als Heilerziehungspflegerin so besonders für dich?

Dass er so nah am Leben ist – und genau das brauche ich auch. Diese Nähe zu den Menschen, denen ich da helfen kann und die mir irgendwo auch helfen. Gerade Menschen mit Behinderung haben unheimlich feine Antennen und geben so viel zurück. Es macht mich einfach glücklich zu sehen, wie sie Hilfe annehmen und gleichzeitig so viel geben. Ich habe es da mit Herzensmenschen zu tun, denen es egal ist, wie du aussiehst, dein Wesen zählt. Das finde ich unheimlich schön.

Parallel bist du tief mit der Tattoo-Szene verwurzelt, was macht diese Faszination für dich aus?

Ich finde einfach krass, wie Kunst unter die Haut gezaubert wird! Was richtig gute Tätowierer machen, ist einfach heftig. Und es gibt ja auch so viele verschiedene Techniken, wie ein Tattoo gestochen werden kann. Das ist einfach Wahnsinn. Vor allem, weil man seine Tattoos einfach überall und immer dabei hat. Und ich mag die Szene sehr, alle gehen sehr offen miteinander um, das ist toll.

Wie viele Tattoos hast du selber?

Das kann ich gar nicht genau sagen, viele auf jeden Fall (lacht). Es ist auch nicht so, dass ich einzelne Tattoos habe, die ich zählen kann, sondern ich habe Projekte. Aber insgesamt sind es bestimmt 1000 Tattoos. Und ich bin noch nicht fertig – im Prinzip ist mein ganzer Körper schon verplant (lacht). Mein Glück ist, dass mein Freund auch mein Tätowierer ist, da sind wir also flexibel. Wenn wir Bock und eine coole Idee haben, geht’s los.

Nun bist du ja nicht nur selber tätowiert und betreibst das Studio, sondern du bist du in der Tattoo-Szene ja auch ziemlich bekannt. Unter anderem warst du auch im Fernsehen damit?

Richtig, bei Horror Tattoos auf Sixx war ich zu sehen. Da habe ich sozusagen die Tür gemacht (lacht). Also bevor die Teilnehmer mit ihren Tattoos zu den Tätowierern gehen, werden sie von mir und einem Kollegen „geprüft“. Das heißt, wir hatten die Aufgabe zu schauen, ob das Tattoo überhaupt in der vorgegebenen Zeit zu covern ist. Das war echt eine coole Sache und hat einen riesen Spaß gemacht!

Ist da in Sachen TV noch mehr geplant in Zukunft?

Nein, erst einmal nicht. Da fehlt auch einfach die Zeit. Mit meinem Beruf, dem Tattoo-Studio und meiner Familie bin ich voll ausgelastet. Wenn nochmal eine Anfrage kommt, muss ich einfach schauen, ob es für mich passt.

Für ELTEN hast du jetzt deine beiden Leidenschaften miteinander verbunden und als kleines Dankeschön Schuhe für die Mitarbeiter eines Pflegeheims bemalt. Dabei haben wir dich begleitet. Wie kam es dazu?

Die Anfrage kam direkt von ELTEN und ich war sofort begeistert von der Idee. Das Ganze hat einfach super zu mir gepasst – die Verbindung von der Tattoo-Kunst mit dem Pflegebereich, wie die Faust aufs Auge! Und dann ist es eben so: Wenn mich etwas so begeistert, bin ich sofort dabei. Es hat sich auch mega gelohnt und das Größte war wirklich die Freude in den Augen der Mitarbeiter zu sehen, als ich die personalisierten Schuhe übergeben habe. Sowas macht mich glücklich.

Welche Verbindung hattest du vorher zu ELTEN?

Ich kannte ELTEN, weil ja auch im Pflegebereich oft Arbeitsschuhe getragen werden – und bei uns in der Einrichtung sind das eben meist ELTEN-Schuhe. Daher wusste ich eben auch, wie super die Schuhe sind. Das merkt man vor allem, wenn man mal andere Schuhe bei der Arbeit trägt. Ganz besonders cool finde ich, dass sie so leicht sind und eigentlich komplett aussehen wie Sneaker. Den Sensation trage ich in Zukunft auf jeden Fall immer bei der Arbeit (lacht).

Anna, vielen Dank für deine Zeit und das Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft und bleib so fröhlich und bunt, wie du bist!

Ich habe zu danken – und mich kriegt so schnell keiner verbogen (lacht).

11. September 2020 / von Benjamin Strahlen