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    Maik Rogge

    Benjamin Strahlen, 03.10.2020

Für ELTEN vor der Kamera: Maik Rogge

Ein Hauch Hollywood bei ELTEN! In seinem Beruf als Schauspieler ist Maik Rogge schon viel herumgekommen, war am Theater und im TV zu sehen und hat unter anderem mit Steven Spielberg und Tom Hanks gedreht. Jetzt stand der 35-Jährige für einen gemeinsamen Werbespot von ELTEN und Gore-Tex vor der Kamera. Wie es dazu kam, warum ihn die Schauspielerei so sehr erfüllt und was er an seiner Wahlheimat Berlin schätzt – das und noch einiges mehr hat er uns erzählt und gibt es jetzt hier zu lesen.

Hallo Maik, schön dich bei ELTEN begrüßen zu dürfen! Du bist als Schauspieler erfolgreich unterwegs und standest zuletzt für einen gemeinsamen Werbespot von ELTEN und Gore-Tex vor der Kamera – wie ist es dazu gekommen? Und was verbindest du mit ELTEN?

Der Kontakt ist durch eine Werbeagentur in München entstanden, die den Dreh organisiert hat. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich vor der Zusammenarbeit nicht besonders viel mit ELTEN verbunden hat. Ich kannte das Unternehmen, den Namen – dadurch, dass ich in meinem Alltag normalerweise keine Sicherheitsschuhe trage, bin ich allerdings vorher nie konkret mit ELTEN in Kontakt gekommen. Ich bin aber froh, dass sich das jetzt geändert hat! Im Vorfeld des Drehs habe ich mich natürlich mit ELTEN beschäftigt und das Unternehmen kennengelernt. ELTEN steht für Tradition, für Qualität und für Sicherheitsschuhe, die nicht unbedingt aussehen wie Sicherheitsschuhe. Das beste Beispiel dafür ist wahrscheinlich der Maddox, der zudem noch sehr bequem ist. Sollte ich also wieder mal in Situationen kommen, in denen Sicherheitsschuhe nötig sind, weiß ich, wohin ich gehe.

Da finden wir auf jeden Fall etwas Passendes für dich! Dein Alltag liegt normalerweise auf der Bühne oder eben vor der Filmkamera – war das schon immer dein Traum?

Ich war nie in einer Theater AG in der Schule oder sonstiges, aber ich war schon früh von Filmen und auch von Schauspielern fasziniert. Vor allem Hollywood-Schauspieler habe ich als Vorbilder gesehen: Zum Beispiel Jim Carrey, der einfach großartig ist. Als Teenager habe ich dann Mini-Drehbücher geschrieben – zum Beispiel für die Fortsetzung von Jurassic Park (lacht). Ich habe mir Geschichten ausgedacht, Charaktere erschaffen. So wuchs meine Begeisterung für den Film und schließlich der Wunsch, selber Schauspieler zu werden. Dementsprechend war dann auch relativ schnell klar, welchen Weg ich einschlagen möchte.

Der Weg ging dann über ein Schauspielstudium erst einmal ans Theater, richtig?

Genau. Nach dem Abitur habe ich aber erst einmal einen Freiwilligendienst in Ecuador gemacht, ein tolle Erfahrung! Nachdem ich dann nochmal zwei Jahre Englisch und Spanisch in Köln studiert habe, habe ich mein Schauspielstudium in Stuttgart begonnen. Von da aus ging es dann für sechs Jahre ans Theater. Ich habe lange in Ingolstadt gespielt – und auch in Würzburg und Tübingen. Auf Dauer wollte ich aber nicht so eingebunden und festgelegt sein, wie man es am Theater ist. Daher fokussiere ich mich nun auf Film und Fernsehen sowie aufs Synchronsprechen. Das läuft auch wirklich gut und gibt mir sehr viel. Langfristig kann ich mir aber auch vorstellen, ans Theater zurückzukehren – bei einer Produktion am Deutschen Theater in Berlin dabei zu sein, wäre beispielsweise definitiv reizvoll.

In welchen TV-Formaten warst du bisher zu sehen?

Da sind mittlerweile schon ein paar zusammengekommen: Zum Beispiel Marie Brand im ZDF oder Der Zürich-Krimi und auch der Tatort in der ARD. Ab und an mache ich auch Werbespots – wie jetzt mit ELTEN. Ich bin da für vieles offen und freue mich immer, mich auf etwas Neues einzulassen. Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt, ist außerdem der Abschlussfilm einer Regieabsolventin der Filmhochschule München, mit dem sie sich jetzt bei Filmfestspielen bewirbt. Sowas ist immer sehr bereichernd – die Arbeit mit jungen Regisseuren, die wirklich etwas reißen wollen und etwas zu erzählen haben.

Was macht deinen Beruf für dich aus? Was reizt dich daran?

Das ist gar nicht so leicht auf den Punkt zu bringen. Zum einen ist es die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen. Ich finde es faszinierend, dass sich Menschen im Theater, im Kino oder auch Zuhause vor dem Fernseher versammeln und sich die Zeit nehmen, eine Geschichte zu verfolgen. Dieses Interesse an der Geschichte und letztlich wohl daran, wie die Charaktere mit gewissen Herausforderungen und Situationen umgehen, hat so etwas Menschliches. Es zeigt doch das Bedürfnis des Menschen, sich selbst in anderen zu erkennen und die Neugierde an den Facetten des Mensch-Seins. Dann derjenige zu sein, der die Geschichte erzählt, diese Figur zu sein, das ist ein wahnsinniges Gefühl. Zum anderen ist es auch einfach immer wieder eine unglaubliche Herausforderung – eine glaubwürdige Figur zu erschaffen, sie sozusagen zum Leben zu erwecken und den Zuschauer damit wirklich zu erreichen. Ich bin unheimlich dankbar und froh, dass ich diese Möglichkeit bekomme und der Markt mir diese Chancen gibt.

Du hast wie gesagt schon in vielen Produktionen mitgewirkt und auch schon diverse Rollen gespielt. Gibt es denn noch eine bestimmte Rolle, die dich ganz besonders reizen würde?

Ich finde ganz besonders eher zwiespältige Figuren interessant, die das Spiel des Lebens mit einem hohen Einsatz spielen und dabei versuchen, gewisse Defizite durch Gerissenheit, Klugheit und Manipulation auszugleichen. Die Rolle von Al Pacino in Im Auftrag des Teufels ist so eine. Und wenn man es dann schafft, so eine Figur auf eine Art zu spielen, dass der Zuschauer sogar Empathie mit ihr hat – das finde ich, ist eine großartige Leistung.

In deinem bisherigen Schauspielerleben hast du bestimmt auch einige sehr interessante Dinge erlebt und Personen getroffen. Was waren denn ganz spezielle Momente, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?

Es gibt immer besondere Momente. Ganz speziell war aber sicher der Dreh mit Steven Spielberg und Tom Hanks für den Film Bridge of Spies. Das war zwar nur eine kleine Rolle, aber eine ganz große Erfahrung. Zu erleben, wie respektvoll Steven Spielberg mit allen am Set umgeht und auch den kleinsten Beitrag zu seinem Gesamtkunstwerk schätzt, war wirklich beeindruckend. Auch Tom Hanks war sehr entspannt, sehr bodenständig. Er begegnet allen Menschen auf Augenhöhe und ist sehr aufgeschlossen, kein bisschen abgehoben. So war dann auch die Aufregung zu Beginn des Drehs ganz schnell verflogen. Das werde ich sicher niemals vergessen.

Dein Beruf nimmt einen Großteil deiner Zeit in Anspruch – bleibt da auch noch Zeit für Hobbies?

In erster Linie habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Gerade als nun freiberuflicher Schauspieler muss ich aber lernen, mir die Räume zu schaffen, auch andere Dinge zu tun, die mir Spaß machen: Sport, Qigong oder auch Meditation. Ich reise außerdem unheimlich gerne und interessiere mich für Sprachen – da würde ich auch gerne noch etwas Neues lernen. Russisch und Japanisch interessieren mich. Ganz faszinierend finde ich auch das Fliegen. Selber bisher nur im Flugsimulator, aber ich bin drauf und dran, den Pilotenschein zu machen. Es gibt so viele schöne Dinge im Leben, man muss sie nur tun.

ELTEN hat ja seine Wurzeln in Uedem am Niederrhein. Du wohnst mittlerweile in Berlin, kommst aber ursprünglich auch aus NRW, genauer gesagt aus Rheine. Was bedeutet dir deine Heimat? Und was schätzt du an Berlin?

Meine Familie lebt noch in Rheine und es ist immer wieder schön, nachhause zurückzukommen. Leider habe ich nur selten die Gelegenheit. In Rheine empfinde ich immer eine gewisse Ruhe, eine perfekte Abwechslung zu dem Trubel, der mich sonst umgibt – in Berlin jetzt noch mehr als vorher. Aber auch in Berlin fühle ich mich sehr wohl! Mir gefällt die Größe, die Vielfalt und vor allem die Möglichkeiten, die sich dort beruflich und künstlerisch bieten: Es gibt viele Theater, kleine Kinos, zwei Filmhochschulen, junge Filmemacher. Das ist sehr inspirierend.

Lieber Maik, vielen Dank für deine Zeit und den Einblick in dein Leben. Wir wünschen dir viel Erfolg und alles Gute – und freuen uns, dich demnächst wieder im Kino, Fernsehen oder Theater zu sehen! Weißt du schon, welches Projekt da als nächstes ansteht?

Ich bedanke mich auch, es war mir eine Freude! Eventuell erscheint noch in diesem Jahr im ZDF eine Folge Die Bergretter, in der ich einen Lawinenexperten spiele. Aktuell drehe ich für PRO 7. Darüber hinaus bin ich als Synchronstimme in dem amerikanischen Film The Outpost präsent, der demnächst in die Kinos kommt.

 

3. Oktober 2020 / von Benjamin Strahlen