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    Christoph Brand

    Benjamin Strahlen, 21.05.2020

Christoph Brand zu Besuch bei ELTEN

Er ist ein begnadeter Koch, leidenschaftlicher Griller und begleitet seit Jahren die Größen der deutschen Musikszene auf Tour: Christoph Brand. Nun war der 40-jährige zu Gast bei ELTEN und hat im Garten unseres Haus Drei Eschen in Uedem seiner Kreativität am Grill freien Lauf gelassen. Wir haben uns mit ihm unterhalten und dabei viel über den Menschen Christoph Brand erfahren – über seine Liebe zum Kochen, zur Musik und zu seiner hessischen Heimat. Und natürlich auch darüber, wie es zu seinem Besuch bei ELTEN kam.

Hallo Christoph, die Grillsaison ist ja schon wieder im vollen Gange und in den Gärten wird gebrutzelt, was das Zeug hält! Daher freuen wir uns umso mehr, dass du uns in Uedem besuchst und bei ELTEN deine Grill-Künste zum Besten gibst. Viele Leute kennen dich wahrscheinlich aus dem Fernsehen, da hast du schon bei dem ein oder andere Format mitgemacht.

Das stimmt. Ich war schon so ziemlich in jedem Koch-Format, was man kennt: Grill den Henssler, Das perfekte Profi Dinner, BEEF! Das TV Magazin und noch ein paar mehr. Das gefällt mir schon echt gut – und ehrlich gesagt würde ich da auch gerne noch mehr machen. Ich liebe es einfach, neue Sachen auszuprobieren, neue Wege zu gehen. Aber es muss halt passen. Ich würde mich dafür niemals verbiegen, möchte so sein, wie ich bin. Wenn das nicht reicht, dann ist es halt nicht das Richtige für mich und dann mache ich es auch nicht.

Die Teilnahme an TV-Formaten ist aber auch nicht das einzige Außergewöhnliche, was du in deinem Job als Koch so machst – du bist auch viel auf Tour.

Ja, das ist auch echt cool! Meine Crew und ich haben schon viele Künstler aus der Musikszene auf ihren Touren begleitet. Wir kochen dann für sie und organisieren das Catering. Wir waren beispielsweise schon mit Mark Forster, Marteria oder Cro unterwegs. Das ist schon echt spannend und macht einfach Spaß! Musik begleitet mich sowieso immer eigentlich. Wenn wir nicht auf Tour sind, machen wir häufig auch das Backstage-Catering für Konzerte und Festivals. Da habe ich schon für Samy Deluxe oder Curse gekocht und wir waren zum Beispiel auf dem HipHop Open. In diesem Jahr waren wir auch zum ersten Mal für Parookaville gebucht – aber das fällt ja, wie so vieles im Moment, leider aus.

Musik ist also dein ständiger Begleiter und du bist in der Szene viel unterwegs. Hast du dich auch selber mal an der Musik versucht?

Tatsächlich ja – allerdings erfolgreich erfolglos, wie ich immer sage (lacht). Ende der 90er habe ich mit zwei Kumpels Hip Hop gemacht, beziehungsweise gerappt. Wir sind sogar mal als Vorband bei ein paar Konzerten in Hessen aufgetreten. Zu mehr hat es dann nicht gereicht. Aber so habe ich erste Kontakte in die Szene geknüpft, die auch heute noch sehr wichtig für mich sind. Curse ist da ein gutes Beispiel. Mein Herz schlägt nach wie vor für Hip Hop, aber in meinem Beruf als Koch und Caterer beschränke ich mich natürlich nicht darauf. So habe ich zum Beispiel auch schon für Otto Waalkes, die Amigos oder Pur gekocht. Alles super Erfahrungen und extrem bereichernd.

Das hört sich so an, als hättest du durch deinen Beruf schon eine Menge spannende Leute kennengelernt und Dinge erlebt – wer oder was ist dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?

Definitiv das MTV Unplugged mit Max Herre 2013. Rund um die Aufzeichnung waren wir für acht Tage in Berlin, haben den Dreh begleitet und alle Leute bekocht, die damals dabei waren: Joy Denalane, Patrice, Gentleman – und auch Samy Deluxe habe ich da kennengelernt. Das war super und extrem spannend, weil mich diese Musik ja auch schon mein ganzes Leben lang begleitet. Und mit Samy habe ich heute ein gemeinsames Restaurant in Hamburg. So kam und kommt halt immer alles zusammen, was zusammengehört.

Aus dem Rapper Christoph Brand wurde also nichts, aus dem Koch dafür umso mehr. Wie kam es dazu?

Na ja, nachdem klar war, dass es mit der Musikkarriere nichts wird (lacht), musste ich mir etwas „Anständiges“ suchen. Und da habe ich eine Lehre zum Koch gemacht. Was Anderes kam eigentlich nie in Frage. In einem Gasthof in meiner Heimatstadt Fritzlar habe ich damals damit angefangen und habe schnell gemerkt: Das ist mein Ding! Und ich habe auch von Anfang an positives Feedback und viel Anerkennung bekommen. Das kannte ich zum Beispiel so aus der Schule gar nicht. Meine Ausbildung zu Ende gebracht habe ich dann in einem großen Hotel in Bad Wildungen. Da bin ich auch in relativ kurzer Zeit Küchenchef geworden. Letzen Endes habe ich mich dann aber selbstständig gemacht, habe Kochkurse gegeben und Catering angeboten. Jetzt habe ich ein Unternehmen mit sieben Festangestellten, schreibe Bücher und stehe da wo ich stehe. Ich könnte nicht glücklicher sein – aber dieses Glück habe ich mir auch erarbeitet.

Neben dem Kochen bist du ja vor allem auch fürs Grillen bekannt. Würdest du dich selbst als Profi-Griller beschreiben?

Nein, eher nicht – eher als Koch der grillt. Grillen ist schon eine Leidenschaft von mir, aber genau wie beim Kochen mache ich das auf meine Art. Es soll mir Spaß machen und ich möchte auch Zeit für meine Gäste haben, das ist mir wichtig. Da habe ich dann keine Lust stundenlang das „perfekte“ Steak zu grillen. Das kriege ich auch anders hin – aber eben auf meine Art.

Du kommst aus Hessen und bist auch nach wie vor viel da unterwegs – was bedeutet dir deine Heimat?

Sehr viel. Ich komme wie gesagt aus Fritzlar, einer kleinen Stadt in Nordhessen. Da wohne ich mittlerweile auch wieder mit meiner Frau und unseren beiden Kindern. Da haben wir uns unseren Lebensmittelpunkt geschaffen. Ich bin jemand, der immer gerne zuhause war und so ist es auch heute noch. Einen Ort zu haben, den man Zuhause nennen kann, ist für mich Gold wert. Da schöpfe ich Kraft und kriege auch den Rückhalt, den ich brauche. Durch meinen Beruf hatte ich immer die Möglichkeit, in der Welt herumzukommen. Von Südamerika bis Thailand habe ich alles gesehen. Auch das genieße ich dann, bin aber immer froh, wenn ich wieder nach Hause komme. Das ist ein großartiges Gefühl.

Apropos in der Welt herumkommen – jetzt bist du bei uns in Uedem am schönen Niederrhein. Wie ist der Kontakt zu ELTEN zustande gekommen?

Meine Crew und ich tragen in der Küche und bei unseren Events ELTEN Schuhe. Der schwarz-rote Maddox zum Beispiel sieht komplett aus wie ein Sneaker – die ich privat ausschließlich trage – und genauso easy läuft er sich auch. Früher dachte ich immer, Sicherheitsschuhe seien schwere, klobige Schuhe, denen man einfach ansieht, dass sie die Füße „nur“ schützen sollen. Ein Freund von mir schwört auf ELTEN und so kam ich dazu, mir die Schuhe einmal genauer anzusehen. Über gemeinsame Bekannte kam es dann zu der Grillserie für die Social Media Seiten von ELTEN – und jetzt bin ich hier.

Zum Schluss nochmal zurück zum Grund deines Besuchs bei uns – zum Grillen: Hast du vielleicht ein paar praktische Tipps? Was sind zum Beispiel Dos und Don‘ts für dich?

Ein absolutes Do beim Grillen ist: Mehr würzen als man denkt. Die meisten Leute haben Angst vor zu viel Geschmack und würzen daher sehr sparsam – da braucht man echt keine Sorgen haben, das wird schon gut. Ein ganz klares Don’t habe ich auch: Vormarinierte Steaks vom Discounter! Das Fleisch ist qualitativ einfach nicht so gut. Ich bin ein absoluter Fan davon, wenn möglich, immer direkt zum Metzger des Vertrauens zu gehen und frisches Fleisch zu holen. Das gilt fürs Kochen genauso wie fürs Grillen. Den Unterschied merkt man sofort.

Lieber Christoph – vielen Dank fürs Gespräch und die leckeren Sachen vom Grill!

Ich habe zu danken, war eine coole Aktion!

BEEF IM KARTON und andere leckere Rezepte gibt’s ab sofort in unserem Youtube Channel!

21. Mai 2020 / von Benjamin Strahlen