• Ein Traktor aus Hufeisen

    Der Glücksbringer vom Niederrhein

    Sabrina Sigmund, 05.01.2021

Sie sind des Glückes Schmied!

Landwirt Rainer Franken und Maschinenbauer Stephan Hünting sind die Hufeisen-Künstler aus Uedem-Keppeln am Niederrhein. Ihr neuestes Kunstwerk: Ein 5,20 Meter langer und 2,50 Meter breiter Traktor aus mehreren tausend Hufeisen. Ein Jahr lang haben sie an dem Projekt gearbeitet. Wir haben die beiden getroffen und mit ihnen über ihre große Traktor-Leidenschaft gesprochen. Außerdem haben sie uns erzählt, warum es bei solchen Projekten wichtig ist, die richtigen Sicherheitsschuhe zu tragen.

Rainer, du bist Landwirt, und du, Stephan, Maschinenbauer. Wie seid ihr denn dann auf die Idee gekommen, Kunstwerke aus Hufeisen anzufertigen?

Rainer: Ich fertige seit vielen Jahren Skulpturen aus Hufeisen an, beispielsweise in Form von Dressur- oder Springpferden. Für mein neuestes Projekt, den Traktor in Echtgröße, fragte ich Stephan, ob er nicht Interesse daran hätte, an dem Projekt mitzuarbeiten. Eine solche Dimension ist alleine kaum möglich. Gesagt getan. Es kam zu Stephans erster Begegnung mit Hufeisen. Wir arbeiteten Stunden, Tage, Nächte – manchmal bis zur Verzweiflung (lacht).

Stephan: Warum nur der Traktor als gemeinsames Motiv in Frage kam? Rainer und ich sind beide eng mit der Landwirtschaft verbunden. Rainer durch seinen Vollerwerb, ich durch einen Nebenerwerb. Wir kennen uns durch unsere gemeinsame Arbeit bei einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmer und sind beide große Fendt-Fans.

Da liegt der Traktor als Motiv wirklich sehr nahe. Wollt ihr uns verraten, wie viele Hufeisen in eurem Traktor verbaut sind? Und wo habt ihr die ganzen Hufeisen überhaupt herbekommen?

Stephan: Es sind auf jeden Fall mehrere Tausend – die genaue Anzahl verraten wir aber nicht (lacht). Wir kaufen den Schrott von einem befreundeten Hufschmied. Der Schrott kommt mit Staub, Dreck, Pferdemist und Nägeln an den Eisen bei uns an – und wir reinigen alles vor dem Verbauen erst mal gründlich.

Wow, das klingt nach einer Heidenarbeit und echt kniffelig. Ihr habt den Traktor aber auch sehr detailgenau gebaut mit Lampen, Spiegeln, Kindersitz und Co. alles im Originalmaßstab. Habt ihr viel nach Augenmaß gearbeitet oder wurde jedes noch so kleine Element exakt ausgemessen? Und gab es vielleicht auch eine Stelle, die eine besondere Herausforderung war?

Stephan: Unser Vorbild ist der Fendt 718. An einigen Stellen haben wir gemessen, die Eisen jedoch alle kalt am Amboss geformt. Viel lief also per Augenmaß. Eine besondere Herausforderung waren die Säulen und das Dach, da das Fendt-Design an diesen Stellen eine schwierige Linienführung hat.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wollt ihr den Traktor auch in Zukunft irgendwo ausstellen? Wir haben gesehen, dass er im Dunkeln in bunten Farben leuchtet. Wird er künftig Rainers Hof schmücken oder was habt ihr damit geplant?

Rainer: Aktuell steht der Traktor bei mir in Keppeln. Wir können uns aber vorstellen, dass durch die enorme Reichweite – aufgrund von Veröffentlichungen bei der WDR Lokalzeit, Antenne Niederrhein, RTL, BILD und Co. – viele Interessierte auf den Traktor aufmerksam geworden sind. Eine Vermietung für entsprechende Events ist deshalb grundsätzlich denkbar.

Wir sind gespannt, wie es in Zukunft mit eurer Hufeisenkunst weitergeht. Kommen wir zurück zum Traktor: Hufeisen gelten häufig als Überbringer des Glücks. Hat der Traktor für euch auch eine bestimmte Symbolik?

Rainer: Absolut. Das Glück steht für uns an oberster Stelle. Hufeisen machen die Menschen „glücklich“. Daher haben wir extra auf die Veröffentlichung an Weihnachten hingearbeitet und einen Banner mit guten Wünschen bedruckt. Lichtblicke sind in der momentanen Situation umso wichtiger. Zudem ist es wichtig, dass die Landwirte eine gute Message haben.

Zuletzt würden wir natürlich gerne wissen, welches Schuhwerk ihr bei der Arbeit getragen habt. Was mussten eure Schuhe bei der Umsetzung eures Projekts aushalten? Und warum habt ihr euch dann gerade für ELTEN Sicherheitsschuhe entschieden?

Stephan: Wir haben Sicherheitsschuhe von ELTEN getragen, da diese bei unserer tagtäglichen Arbeit seit vielen Jahren im Einsatz sind. Zudem müssen die Schuhe bei einem Projekt wie diesem viel aushalten. Auf dem Boden lagen so gut wie immer Nägel und es sind oft Eisen heruntergefallen. Darüber hinaus sind wir häufig auf das Kunstwerk geklettert und brauchten dabei Trittsicherheit und Durchtritthemmung.

Rainer: Es kam zu Funken beim Flexen und Schweißen – hierfür eignen sich die robusten ELTEN Schuhe mit BOA Verschluss wie der TILL BOA® Mid ESD oder der TILL BOA® EA Mid ESD S3 perfekt, um das Verbrennen der Senkel zu vermeiden. Der Nachwuchs Matthis (12), der auch häufig dabei war, würde am liebsten in ELTEN Schuhen in die Schule gehen.

5. Januar 2021 / von Sabrina Sigmund