Pech für das Team IronForce by RING POLICE in der Regenlotterie auf dem Red Bull Ring

Wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse, aber leider keine Punkte und Pokale nahm das Team IronForce by RING POLICE von den Saisonläufen 5 und 6 des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring bei Spielberg in der Steiermark mit nach Hause. Einmal mehr musste die Mannschaft aus Erkelenz in ihrem Porsche 911 GT3 R der enormen Leistungsdichte in der „Liga der Supersportwagen“ und dem eigenen Erfahrungsrückstand Tribut zollen. Vor allem die Qualifikationstrainings bleiben eine hohe Hürde für die Serienneulinge.Das Zeittraining zum ersten der beiden Ein-Stunden-Rennen mit Fahrerwechsel ging mit Startposition 36 komplett daneben. Im Rennen arbeiteten sich Jan-Erik Slooten (33, Neuss) und Lucas Luhr (38, Ermatingen/CH) zwar mit guten Rundenzeiten nach vorne, mehr als der 25. Schlussrang war aber nicht drin. „Unser vorrangiges Problem ist auch nicht die Rennpace“, analysierte Luhr. „Auf gebrauchten Reifen gehen wir das Tempo recht gut mit. Wir können aber den zusätzlichen Grip, den die neuen Reifen im Qualifying bieten sollten, nicht umsetzen. Das heißt, sobald wir attackieren wollen, geht der Schuss nach hinten los. Das Auto ist auf der Hinterachse unheimlich nervös. Das ist zum einen eine Frage der Fahrzeugabstimmung, zum anderen aber auch eine Frage des Fahrstils. Daran müssen wir nun gemeinsam weiterarbeiten.“

Der zweite Lauf am Sonntag war geprägt von früh einsetzendem Regen, der allerdings in seiner Intensität keine klare Entscheidung pro oder contra Regenreifen zuließ. Damit wurde die richtige Reifenwahl zur veritablen Lotterie. Wie etwa die Hälfte des Feldes entschieden sich die Verantwortlichen von IronForce by RING POLICE, den im Design des Arbeits- und Sicherheitsschuh-Herstellers ELTEN laufenden Porsche noch deutlich vor dem Öffnen des Boxenstoppfensters zum außerplanmäßigen Reifenwechsel an die Box zu holen. Eine Fehlentscheidung, wie sich bald herausstellen sollte. „Aber nachdem sich Lucas gedreht hatte, wollten wir auf Nummer Sicher gehen“, erklärte der fahrende Teamchef Jan-Erik Slooten. „Der Extra-Stopp hat natürlich enorm viel Zeit gekostet. Beim regulären Fahrerwechsel haben wir die Regenreifen dann draufgelassen, und die wurden mit weiter abtrocknender Strecke immer schlechter. Ein Rennen zum Abhaken.“ Am Ende blieb der 27. Schlussrang.

Slootens Fazit: „Es war wieder ein sehr lehrreiches Rennwochenende für uns. Bei den Testfahrten am Donnerstag haben wir tausend Sachen probiert und sind dabei in Sachen Setup erst mal völlig in die falsche Richtung galoppiert. Im weiteren Verlauf des Wochenendes haben wir uns deutlich gesteigert, das erste Rennen war schon ganz okay. Und am Sonntag haben wir uns eben bei der Strategie verhauen. Das war eine Fifty-Fifty-Geschichte, die auch hätte funktionieren können. Wir müssen in allen Bereichen weiter hart arbeiten. Irgendwann wird sich das auszahlen.“

Nun bleibt den Rheinländern ausreichend Zeit zur Vorbereitung des ELTEN-Porsche auf den nächsten Renneinsatz. Das vierte Saisonmeeting des ADAC GT Masters findet am 4./5. August auf dem Nürburgring statt. Bilder gibt es im Blog.