• Trüffel & Bohne

    Speisen wie im Wohnzimmer: mit guten Produkten, kreativen Ideen und vor allem mit viel Herz

    Stefanie Teßner, 16.08.2019

„Was Edles plus Hausmannskost“, so erklärt Ralf Schwinning den Namen seiner Kochschule. Der 33-Jährige hat schon während der Ausbildung an Kochwettbewerben teilgenommen, hat im Reichstag und im Kanzleramt aufgetischt und in der Kochschule von TV-Koch Nelson Müller die Kurse gegeben. Jetzt verwirklicht er sich einen Traum und eröffnet sein eigenes Restaurant mit integrierter Kochschule. Welche Tipps er für Kochanfänger hat, verriet er uns im Interview.

„Ein Koch ist auch immer irgendwie ein Entertainer“, sagt Ralf Schwinning. Sein Praxistipp für Kochanfänger: Vergesst nicht abzuschmecken!

Wenn der sympathische 2-Meter-Mann mit seinem Handy über die Baustelle des fast fertigen Restaurants läuft und noch die letzten Details der neuen Einrichtung abklärt, wirkt Ralf Schwinning ganz in seinem Element. Die sehr stilvoll eingerichtete Location mit Echtholztischen, eleganten Lampen und einem Boden in Betonoptik spiegelt genau den Ansatz von „Trüffel & Bohne“ wider: Kreativ, mit Qualität, aber ohne Chichi. Das Konzept der integrierten Kochschule beschreibt er als „Eventkochschule“: Es geht um den netten Abend und nicht um Leistungsdruck. Jeder kann teilnehmen. Dazu passend: Der eigene Wein, der sich „Gesprächsstoff“ nennt – ein feinherber Riesling, nicht zu trocken, sondern einfach gesellig.

Die Gäste

An dem gemütlichen Beisammensein mit Lerneffekt kann jeder teilnehmen, der gerne isst und gerne ausgeht. Vorkenntnisse? Nicht nötig. Ob Burger, Steak oder Streetfood: Die gute Zeit mit Freunden steht im Vordergrund. Sein beliebtester Kurs: „Cowboys und Cowgirls am Herd“. Dabei gibt es verschiedene Stationen, an denen die Rezepte und Lebensmittel ausliegen. Die Gäste teilen sich je nach Interesse selber in Gruppen ein. Aber wenn jemand nur zugucken und ein Glas Wein trinken möchte, ist das auch okay. Der Profi geht rum und gibt hilfreiche Tipps. Das Wichtigste ist: Mit Liebe kochen! „Dann wird es etwas Schönes, egal ob ich Pasta mache oder mir eine Stulle schmiere.“

Der Koch

Nach Rhede kam der aus Isselburg stammende Ralf Schwinning per Zufall: Sein Vermieter besaß ein Küchenstudio und wollte dort eine Kochschule einrichten. Kurz zuvor hatte der bei seinen Restaurantbesuchern beliebte Koch die Kurse in der TV-Küche von Nelson Müller gegeben und sagte zu. „Kochen wollte ich schon im Kindergarten“, erzählt er, hatte das erste Kochkostüm bereits als Kind beim Karneval an. An seiner Arbeit liebt er, dass er nicht so wenig Gästekontakt hat wie ein normaler Koch, sondern dass er mit den Menschen zusammen kocht und sofort eine Reaktion bekommt. „Man weiß nie, was kommt. Dasselbe Rezept mit anderen Gästen führt zu einem völlig anderen Ergebnis.“

Die Schuhe

„Für mich ist das Wichtigste bei einem Sicherheitsschuh die Rutschfestigkeit. Wenn das Restaurant voll und in der Küche Action ist, dann muss man richtig schnell sein. Da rutscht man sehr leicht aus“, sagt der 33-Jährige. Natürlich könne auch mal etwas Schweres runterfallen. Dafür sind Zehenschutzkappen nötig. Wichtig sei ihm auch, dass es ein hochwertiger Schuh ist, der lange hält. Zu den Elten Schuhen sei er über seinen Vater gekommen. Der war klassisch in der Industrie tätig und hatte auch immer Sicherheitsschuhe von Elten an. „Für mich sind meine momentanen Schuhe wirklich super. Ich habe eine leichte Fehlstellung am Fuß, muss aber sehr viel stehen. Seit ich den Schuh habe, kann ich viel, viel besser laufen. Es ist ein riesen Unterschied, ob du den ganzen Tag einen Sneaker anhast oder so einen Schuh. Ein normales Turnschühchen gibt ja überhaupt keinen Halt.“

Der eigene Wein von Ralf Schwinning nennt sich „Gesprächsstoff“ – ein feinherber Riesling, nicht zu trocken, aber einfach gesellig.

 

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Die Kurse

„Ich versuche die Gerichte immer so zu machen, dass sie überraschen“, sagt der Koch, der selber dreieinhalb Jahre in Spanien gelebt hat. Zum Beispiel bietet er einen vegetarischen Kochkurs an, bei dem die Teilnehmer neben einem vegetarischen Burger einen Schmorbraten von der Kartoffel machen. Kreative Küche, die überraschen soll. Darüber hinaus gibt er aber auch Kochkurse zum Thema Grillen über italienische Pasta bis hin zu Plätzchenbacken. „Es gibt Kurse, die ich nicht so gerne mache, aber nur, weil die wahnsinnig aufwändig zum Aufräumen sind, zum Beispiel unser Wurstkurs mit einem Metzger“, lacht er.

Zu den Kochkursen kommen entweder einzelne Teilnehmer oder geschlossene Gruppen. Zur Begrüßung gibt es einen Wein und nach einer kurzen Einführung wird zwei Stunden gemeinsam gekocht. Ein Beispiel: Beim Burgerkurs backen die Gäste selber die Brötchen, legen Gurken ein, machen Ofen-Tomaten und Mayonnaise. Es ist wie ein Puzzle: Jeder macht seine Sache und weiß zuerst gar nicht warum und nachher setzt sich auf dem Teller alles zusammen. Der Abend endet immer mit dem gemeinsamen Essen an der großen Tafel. Eben Gastronomie zum Wohlfühlen.

Für die Zukunft wünscht Ralf Schwinning sich, dass die Gäste sein neues Restaurant gut annehmen. Das Motto „lebendige Gastronomie“ mit Leben zu füllen und die Gäste zufriedenzustellen, ist sein Ziel.

Am 30. August ist Eröffnung des Restaurants Trüffel & Bohne in Rhede – Adresse: Stadthöfe 4, 46414 Rhede. Geöffnet mittwochs bis samstags.

16. August 2019 / von s.tessner