• Traditionelles Weihnachtsbaumschlagen

    auf Schloss Wissen

    Sabrina Sigmund & Benjamin Strahlen, 04.12.2020

Den Weihnachtsbaum selbst schlagen

Ob Nordmanntanne, Blaufichte oder Kiefer, Hauptsache festlich geschmückt! Mit Kerzen, Kugeln, Lametta und viel Platz für jede Menge Geschenke, ist der Weihnachtsbaum jedes Jahr der Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Im Trend liegen dabei Bäume aus regionalem Anbau und zum selbst schlagen. Im Schloss Wissener Wald in Weeze am Niederrhein hat das Weihnachtsbaumschlagen eine lange Tradition – und ist ein richtiges Familienevent. Wir haben uns das mal angesehen und auch gleich einen Baum mitgenommen.

Den perfekten Baum finden und die Umwelt schonen

So etwas hat beim Weihnachtsbaumkauf wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt: Zu klein, zu groß, zu kahl, zu breit – den perfekten Weihnachtsbaum zu finden, kann mitunter eine schwierige Angelegenheit sein. Immer mehr Menschen suchen daher im nahegelegenen Wald nach dem perfekten Baum. Ein Waldstück, in dem das ganz hervorragend geht, ist die Schonung von Schloss Wissen in Weeze. Seit knapp 70 Jahren werden in der mehrere 10.000 m² großen Schonung Weihnachtsbäume angepflanzt und verkauft. Wer einen Baum sucht, kann an den Adventswochenenden (genauere Infos dazu weiter unten in diesem Beitrag) in die Schonung kommen, sich seinen Baum aussuchen und diesen dann auch selbst schlagen.

Ein Erlebnis für die ganze Familie sei das, betont Inhaber Raphaël Freiherr von Loë. Daneben ist für ihn aber noch etwas anderes wichtig: „Wir und die Menschen, die zu uns kommen, um sich ihren Baum zu schlagen, tragen damit einen Teil zur Nachhaltigkeit bei. Denn so werden nicht mehr Bäume gefällt als nötig. Das schont den Wald und die Natur.“ Außerdem entfallen auf diese Art lange Transportwege quer durchs Land.

Mehr als einfach einen Baum schlagen

Auf dem Weg in die Schonung erhalten die Besucher im Wissener Wald eine Handsäge, mit der sie den Baum „schlagen“ können. Aber natürlich entlässt das Team vor Ort niemanden hilflos in den Wald: „Wem das Sägen schwerfällt, dem helfen wir natürlich, das ist doch gar keine Frage“, sagt Raphaël Freiherr von Loë. Insgesamt ist jedes Jahr ein Team von rund 20 Mitarbeitern mit dem Verkauf der Weihnachtsbäume, der Betreuung im Wald sowie der anschließenden Verköstigung beschäftigt.

Verköstigung? Richtig gelesen! Denn mit dem Schlagen – oder besser Sägen – des Baumes ist im Wissener Wald noch lange nicht Schluss. Auf die Besucher warten jede Menge Köstlichkeiten: Glühwein, Kinderpunsch, gebrannte Mandeln und ganz besonders das hausgemachte Wildschweingulasch (das es fertig zum Mitnehmen für Zuhause gibt) erfreuen sich dabei größter Beliebtheit. Ein absoluter Gaumenschmaus, der diesen Weihnachtsbaumkauf endgültig zu einem absoluten Event für die ganze Familie macht.

Mehrere Jahre bis zum Weihnachtsbaum

Bis ein Tannenbaum allerdings soweit ist, zum Weihnachtsbaum zu werden, dauert es mehrere Jahre: „Nach den Aktionswochenenden im Dezember pflanzen wir im Frühjahr neue Bäume. Und um die kümmern wir uns anschließend nahezu durchgehend das ganze Jahr über, damit sie nicht im Unkraut ersticken oder an Wassermangel vertrocknen. Ein Weihnachtsbaum braucht von der Pflanzung bis zur „Ernte“ sieben bis acht Jahre intensive Pflege“, erklärt Raphaël Freiherr von Loë.

Ein Baum für die Kanzlerin

Doch die Pflege lohnt sich: Jedes Jahr schmücken Weihnachtsbäume aus dem Wissener Wald mehrere tausend Wohnzimmer. Ein Baum ist Inhaber Raphaël Freiherr von Loë dabei aber ganz besonders in Erinnerung geblieben: „Im Advent 2012 durften wir eine acht Meter hohe Nordmanntanne zum Kanzleramt nach Berlin bringen. Wir haben sie hier sorgsam ausgesucht und ebenso sorgsam nach Berlin transportiert, um sie dann der Bundeskanzlerin und dem Kanzleramtsminister persönlich übergeben zu können“, erzählt er stolz.

Auch ELTEN ist im Schloss Wissen mit dabei

Wo Bäume gefällt werden und Hand- und Kettensägen zum Einsatz kommen, ist natürlich auch Schutzkleidung gefragt – allem voran die passenden Sicherheitsschuhe. Das weiß auch Raphaël Freiherr von Loë: „Unsere Mitarbeiter tragen beim Baumschlagen selbstverständlich Sicherheitskleidung, dazu gehören Schuhe ebenso wie eine Schnittschutzhose und Handschuhe. Gerade, wenn mit der Motorsäge gearbeitet wird, braucht der Mitarbeiter schnittfestes Schuhwerk. Dabei vertrauen viele hier auf die qualitativ hochwertigen Schuhe von ELTEN.“

Und mit unserem Arborist GTX CI S3 sind die Waldarbeiter dabei auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Der Forststiefel verfügt über einen Schnittschutz gemäß der Norm ISO 17249. Spezielle Fasern im Material bremsen im Fall der Fälle die Kette ab und bieten somit einen erhöhten Schutz vor schlimmen Verletzungen. Außerdem eignet sich der robuste Stiefel mit seiner grobstolligen Laufsohle, in Kombination mit der Gore-Tex-Klimamembran im Innenfutter, besonders gut für harte Einsätze im Wald – auch bei widrigen Wetterverhältnissen.

Auch Besucher sollten auf ihr Schuhwerk achten

Für die Besucher der Schonung besteht im Gegensatz zu den Mitarbeitern zwar keine Pflicht, besondere Schuhe zu tragen – allerdings sollten auch sie auf ein paar Dinge achten. Je nach Wetterlage können gefütterte und wasserabweisende Schuhe von Vorteil sein. Außerdem kann festes Schuhwerk definitiv nicht schaden, da die Wege in der Schonung zum Teil rutschig sein können. Auch da hat ELTEN natürlich eine große Auswahl an Schuhen parat, die dabei hilfreich sein könnten: Zum Beispiel die LENA BOA® Mid ESD S3, extra für Damen, den DELUXE GTX Mid ESD S3 CI oder auch den TIMOTHY XXT GTX Mid ESD S2 CI, mit der innovativen Wellmaxx-Dämpfung.

Termine zum Weihnachtsbaumschlagen auf Schloss Wissen

In diesem Jahr können Besucher an allen Wochenenden (Freitag bis Sonntag) des zweiten, dritten und vierten Advents ihren Weihnachtsbaum im Wissener Wald aussuchen und selbst schlagen. An den Freitagen ist dies zwischen 12 und 16 Uhr möglich – an den Samstagen und Sonntagen zwischen 10 und 16 Uhr. Aufgrund der derzeitigen Situation rund um Corona, gibt es auch hier natürlich Einschränkungen zu beachten. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website.

4. Dezember 2020 / von Benjamin Strahlen