VERHALTENSKODEX

Die ELTEN GmbH ist ein führendes Unternehmen im Bereich Sicherheitsschuhe mit über 100 Jahren Tradition und Erfahrung. Die Verbindung von Tradition, modernster Fertigungstechnik und professionellem Handeln macht uns stark. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen des Menschen und unsere Produkte tragen tagtäglich dazu bei, die Arbeitswelt ein Stück sicherer zu machen.

Unsere qualitativ hochwertigen Produkte werden unter Beachtung von Umweltschutzanforderungen und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen gefertigt. Nur deshalb können wir unserem hohen Anspruch an uns und unsere Produkte gerecht werden.

Unser seit Generationen andauernder unternehmerischer Erfolg war nur möglich, weil ökonomische, ökologische und soziale Aspekte seit jeher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik sind. Die langfristigen Beziehungen der ELTEN GmbH zu Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern basieren auf gegenseitigem Vertrauen und erfordern, dass alle Seiten die Prinzipien der Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Professionalität beachten.

1. GELTUNGSBEREICH
Die in diesem Verhaltenskodex genannten Standards und Anforderungen gelten für alle Standorte und Geschäftseinheiten der ELTEN GmbH sowie für alle unsere Vertragspartner und die geschäftlichen Beziehungen innerhalb der Schuhe und Lederwaren produzierenden Kette. Alle anwendbaren landesspezifischen Gesetze und Vorschriften, industriellen Mindeststandards, Konventionen der International Labour Organization (ILO), der Vereinten Nationen (UN), des Global Compact, der OECD Guidelines für multinationale Unternehmen sowie international anerkannte Umweltstandards haben zudem Gültigkeit.

2. GESELLSCHAFTLICH VERANTWORTLICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die ELTEN GmbH verfolgt rechtlich einwandfreie und anerkannte Geschäftspraktiken und setzt sich für einen fairen Wettbewerb ein. Insbesondere wird sie sich nicht an Absprachen beteiligen, die dem deutschen oder europäischen Kartellrecht oder dem Kartellrecht eines sonstigen Staates widersprechen, in dem die ELTEN GmbH tätig ist. Das Unternehmen lehnt Korruption und Bestechung im Sinne der UN-Konvention ab.

3. ANFORDERUNGEN SOZIALE VERANTWORTUNG

• KINDERARBEIT
Generell gilt, dass Kinder nicht beschäftigt werden dürfen. Als Kinder werden Personen angesehen, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, beziehungsweise auch ältere Personen, deren Schulpflicht nicht abgeschlossen ist oder wenn die Gesetzgebung des jeweiligen Landes ein höheres Mindestalter vorsieht. Eine Ausnahme ist laut ILO-Konvention 138 zulässig. Wenn jugendliche Beschäftigte eingestellt werden, ist die Einhaltung von Jugendschutzgesetzen sicherzustellen. Jugendliche dürfen keinen Situationen ausgesetzt werden, die gefährlich, gesundheitsschädlich, unsicher oder moralisch fragwürdig sind. Um Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu geben, sollte ihnen der Zugang zu einer Berufsausbildung oder zu Trainingsprogrammen ermöglicht werden.
Es gelten die ILO-Konventionen 79, 138, 142, 182 sowie die ILO-Empfehlung 146.

• ZWANGSARBEIT
Das Anstellungsverhältnis muss freiwillig sein und mit Einhaltung der gesetzlichen Frist jederzeit kündbar sein. Jeder Arbeitnehmer kann seinen Arbeitsplatz sowie das Unternehmensgelände nach Beendigung der regulären Arbeitszeit verlassen. Das Arbeitsumfeld soll so gestaltet sein, dass menschliche Würde und Respekt sichergestellt werden und frei von jeglicher Form von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft und Gefängnisarbeit, Bedrohung, Ausbeutung, körperlicher Züchtigung oder Beteiligung an Menschenhandel ist. Bei Einstellung darf von den Arbeitnehmern nicht verlangt werden eine Kaution oder persönliche Dokumente zu hinterlegen. Zwangsarbeit ist ausdrücklich verboten.
Es gelten die ILOKonvention 29 und 105.

• UNZULÄSSIGE DISZIPLINARMASSNAHMEN
Jegliche Form von unzulässigen Disziplinarmaßnahmen wie verbale oder körperliche Übergriffe und Gewalt, psychologischer oder sexueller Missbrauch, Nötigung und sonstige Formen von Einschüchterung ist verboten. Das zu befolgende Regelwerk sowie deren Konsequenzen müssen den Beschäftigten
bekannt sein. Werden unzulässige Disziplinarmaßnahmen durch Führungskräfte veranlasst, muss dieses Verhalten für sie angemessene Konsequenzen haben. Den Beschäftigten muss eine Möglichkeit eingeräumt werden, sich (anonym) über unzulässige Disziplinarmaßnahmen und Übergriffe beschweren
zu können.

• VEREINIGUNGSFREIHEIT UND TARIFVERHANDLUNGEN
Allen Arbeitnehmern muss das gesetzlich festgelegte Recht eingeräumt werden, Gewerkschaften zu bilden, ihnen beizutreten oder Tarifverhandlungen zu führen. In Ländern, in denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen gesetzlich eingeschränkt ist, sollten den Arbeitnehmern vergleichbare Wege zur unabhängigen Interessenvertretung ermöglicht werden. Arbeitnehmern muss gewährleistet werden, ihre Interessenvertretung frei wählen zu können. Arbeitnehmervertreter oder Gewerkschaftsmitglieder dürfen keiner Belästigung, Diskriminierung und Bedrohung ausgesetzt sein oder auch sonst in irgendeiner Form benachteiligt werden. Arbeitnehmervertreter müssen mit der Belegschaft am Arbeitsplatz Kontakt aufnehmen können.
Es gelten die ILO-Konventionen 87, 98, 135, 154 sowie die ILO-Empfehlung 143.

• DISKRIMINIERUNG
Jeder Arbeitnehmer soll die gleichen Chancen haben und darf nicht aufgrund persönlicher Merkmale wie ethnische oder nationale Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht, sexuelle Identität, Alter, familiäre Verpflichtungen, Familienstand, Behinderung oder
Mitgliedschaft in einer Arbeiterorganisation oder Gewerkschaft diskriminiert werden. Bei Einstellung, Vergütung, Weiterbildung, Beförderung, Kündigung oder Ruhestand ist der Gleichbehandlungsgrundsatz zu berücksichtigen.
Es gelten die ILO-Konventionen 100, 111, 143, 158, 159 und 183.

• ARBEITSZEIT
Es gilt die maximal zulässige wöchentliche Arbeitszeit des jeweils anwendbaren nationalen Gesetzes. Diese darf in keinem Fall die Anforderungen der ILO-Konvention (48 Stunden reguläre Arbeitszeit/Woche einschließlich Mehrarbeit 60 Stunden/Woche) überschreiten. Überstunden werden nicht auf
permanenter Basis angeordnet. Allen Arbeitern wird in einem Zeitraum von sieben Tagen mindestens ein freier Tag gewährt. Es muss sichergestellt werden, dass Überstunden nur auf freiwilliger Basis geleistet und, wenn gesetzlich gefordert, mit einem Zuschlag vergütet werden.
Es gelten die die ILO Konventionen 1 und 14.

• VERGÜTUNG
Für die reguläre Arbeitszeit müssen alle Arbeitnehmer mindestens den für den jeweiligen Standort des Unternehmens gültigen Mindestlohn erhalten, zuzüglich sonstiger gesetzlich geforderter Leistungen. Die Vergütung muss ausreichen, um die Lebenshaltungskosten zu decken und einen zusätzlichen Betrag zur freien Verfügung zu haben. Alle geleisteten Überstunden müssen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen vergütet werden. Die Vergütung der regulären Arbeitszeit und der Überstunden inklusive Zuschlag muss innerhalb eines angemessenen Zeitraums an die Beschäftigten ausgezahlt werden. Die gesetzlich geforderte Sozialversicherungspflicht ist umzusetzen. In Ländern, in denen die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht gesetzlich geregelt ist, müssen die Beschäftigten an krankheitsbedingten Fehltagen angemessen vergütet werden. Für den Fall, dass die Beschäftigten keinen Zugang zu kostenfreier medizinischer Versorgung haben, muss das Unternehmen die Kosten für die medizinische Versorgung der Beschäftigten tragen. Illegale Lohnabzüge (z. B. als gesetzwidrige Disziplinarmaßnahme) sind nicht gestattet. Alle Beschäftigten müssen in regelmäßigen Zeitabständen vollständige und in einer verständlichen Form nachvollziehbare Angaben über die Zusammensetzung Ihrer Vergütung erhalten.
Es gelten die ILO-Konventionen 26, 102 und 131.

• ANFORDERUNGEN AN ARBEITSVERTRÄGE
Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu Beginn des Arbeitsverhältnisses. Folgende Inhalte müssen enthalten sein: Position, Beginn der Arbeit, Arbeitszeit, Vergütung, Urlaubsanspruch, Kündigungsfristen und -bedingungen, Auszahlungs-datum, Probezeiten und Unterschriften der Vertragspartner inklusive Datum. Jeder Beschäftigte erhält nach Unterzeichnung eine Kopie des Arbeitsvertrags.  Kettenarbeitsverträge werden nicht toleriert.

• GESUNDHEIT UND SICHERHEIT
Wir stehen für Sicherheit. Allen Beschäftigten im Unternehmen müssen sichere und gesundheitsverträgliche Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um Unfällen und gesundheitlichen Schäden vorzubeugen. Es müssen
mindestens die gesetzlichen Präventivmaßnahmen bezüglich Gebäudesicherheit und -stabilität, Feuersicherheit, Maschinensicherheit, Chemikaliensicherheit und medizinischer Notfallversorgung getroffen werden. Falls Wohnunterkünfte vom Unternehmen gestellt werden, müssen für diese ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden.
Es gelten die ILO-Konventionen 155 und die ILO-Empfehlung 164.

4. UMWELTSCHUTZANFORDERUNGEN
Umweltschutz ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Eine umwelt- und sozialverträgliche Produktion soll von allen Geschäftspartnern angestrebt werden. Negative Auswirkungen auf die Umwelt müssen minimiert sowie Präventivmaßnahmen getroffen werden. Gesetzliche Bestimmungen, Umweltnormen, international gängige Standards sowie Industriestandards sind einzuhalten. Eine stetige und langfristige Verbesserung der Umweltergebnisse durch geeigneten Technologien und Produktionsverfahren, welche eine effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen und der Energie sowie eine Minimierung von Emissionen ermöglichen, ist zu fördern. Eingesetzte Chemikalien sind unter Berücksichtigung von Umwelt- und Arbeitsschutz- sowie Verbraucherschutzaspekten auszuwählen zu bewerten. Dabei ist anzustreben, besonders belastende Chemikalien zu ersetzen, soweit dies möglich ist. Eine fachgerechte Entsorgung von Abfällen sowie eine mögliche Wiederverwendung von Stoffen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft sind wichtig, sofern dies aufgrund der lokalen Gegebenheiten möglich ist.

5. TIERSCHUTZ
Die ELTEN GmbH verwendet kein Leder von exotischen Tieren und auch keine Materialien, die von gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Arten stammen, die auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stehen. Als empfindungsfähige
Lebewesen sollen frei lebende oder gezüchtete Tiere ihren artspezifischen Bedürfnissen entsprechend behandelt und gehalten werden.

6. VERBRAUCHERINTERESSEN
Die Bedürfnisse und Interessen der Verbraucher sind uns ein Anliegen. Deshalb muss gewährleistet sein, dass unsere Produkte für den jeweiligen Verwendungszweck gesundheitlich unbedenklich und sicher sind. Alle Geschäftspartner müssen sich an die gesetzlichen Schadstoffgrenzen sowie an weitere für die Produkte der ELTEN GmbH geltende Vorgaben bezüglich Restricted Substances halten.

7. MANAGEMENT PRAXIS
Die in diesem Verhaltenskodex geforderten Standards sind verbindlich und ein vertraglicher Bestandteil der Zusammenarbeit mit der ELTEN GmbH. Alle Beschäftigten müssen über ihre Rechte und Pflichten, die der Verhaltenskodex mit sich bringt, aufgeklärt werden. Durch Implementierung der
definierten Standards in die Unternehmenspolitik müssen die Anforderungen langfristig mithilfe eines systematischen Managements umgesetzt werden. Die Verantwortlichkeit muss bei Personen liegen, die die notwendigen Kenntnisse besitzen und entsprechende Befugnisse erhalten. Eine kontinuierliche
Überwachung der Umsetzung ist erforderlich. Alle relevanten Vorgänge müssen angemessen, transparent, nachvollziehbar und wahrheitsgemäß dokumentiert werden.