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    Tim Scholz

    Sabrina Sigmund, 09.04.2021

Feuerbekämpfer aus Leidenschaft

Er ist da, wenn es brennt: Tim Scholz ist seit 1998 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Weeze. Nachdem er 2008 sein Hobby zum Beruf gemacht hat, ist der 35-Jährige mittlerweile Hauptbrandmeister auf der Feuerwache in Krefeld. Obwohl Tim schon immer Berufsfeuerwehrmann werden wollte, klappte es bei seinem ersten Bewerbungsversuch noch nicht. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung zum Bürokaufmann nahm er jedoch einen zweiten Anlauf und sollte diesmal erfolgreich sein. Wir konnten mit dem begeisterten ELTEN Träger über seine Motivation sprechen. Wieso arbeitet er mit Leidenschaft in diesem oftmals so gefährlichen Beruf? Und was treibt ihn an und hilft ihm dabei, seine Arbeit gut zu machen?

Hi Tim, schön, dass du hier bei uns bist. Sag mal, was ist das Besondere an deinem Job?

In meinem Beruf ist kein Tag wie der andere. Mir gefällt die Mischung aus sozialen Aspekten, dass ich Menschen helfen kann und das mit meinen eigenen Fähigkeiten. Von jetzt auf gleich muss ich zu 100% da sein. Alle Sinne auf den Punkt beisammen haben zu müssen, ist dabei sehr reizvoll. Es ist das Gefühl, einen wertvollen Beitrag geleistet zu haben, nachdem man einen Menschen gerettet oder einen Brand eingedämmt hat.

Gibt es Momente, die dir bei deiner täglichen Arbeit besonders in Erinnerung geblieben sind – sei es positiv oder negativ?

Ich habe es dreimal erlebt, dabei zu sein, wenn Kinder einen plötzlichen Atemstillstand erlitten haben. Um damit umgehen zu können, versuche ich es nüchtern zu betrachten: Nur wenn ich mich absolut auf meine Fähigkeiten konzentriere, kann ich Menschen retten. Besonders schön ist es, wenn sich Menschen für Hilfe bedanken. Oft können sie es nicht, weil wir sie bewusstlos am Unfallsort antreffen und dann der Notarzt übernimmt. Aber wenn wir „Kleinigkeiten“ erledigen und Bürger auf uns zukommen, um sich zu bedanken, ist das immer eine große Anerkennung für unsere Arbeit.

Das kann ich mir vorstellen. Bei deinen Einsätzen schwörst du ja auf die Schlupfstiefel von ELTEN –  trägst persönlich den CRUZ GTX F2A. Warum?

Bei meinem Feuerwehrstiefel kommt es mir vor allem darauf an, dass er bei Notfalleinsätzen viel Zeit spart. Der CRUZ sitzt zudem noch bequem am Fuß und bietet sehr viel Halt. Durch die nicht vorhandene Schnürung ist er leicht zu reinigen und hat weniger Nähte, die ich sonst aufwändig reinigen müsste. Aus den Einsätzen tragen wir häufig chemisch-toxische Verbindungen nach Hause, deshalb ist Hygiene am Arbeitsplatz so wichtig. Weniger Nähte gleich weniger Unwichtigkeiten!

Das klingt nach einer wahren Arbeitserleichterung. Was meinst du genau mit den „chemisch- toxischen Verbindungen“, die du nach einem Einsatz nach Hause trägst?

Chemisch-toxische Verbindungen sind zum Beispiel Verbindungen von verbranntem Material, das sich in Kleidung und Schuhen festsetzt. Im Moment ist es überall ein großes Thema, erweiterte Umziehbereiche zu schaffen und Hygienekonzepte zu entwickeln, um mit so wenig Schadstoffen wie möglich in Verbindung zu kommen. Viele Stoffe sind krebserregend. Wenn es brennt und Eile geboten ist, es um Leben und Tod geht, hat man manchmal nicht mehr die Zeit, sich mit dem nötigen Equipment auszustatten. Dann steht man plötzlich in dichtem Rauch, um ein Kind zu retten.

Der Verein „Feuerkrebs“ setzt sich dafür ein, dass verschiedene Krebsarten als Berufskrankheit anerkannt werden, denn Feuerwehrleute nehmen toxische und karzinogene Stoffe über die Atemwege, aber auch über die Poren der Haut auf. Zahlreiche, repräsentative Studien zeigen, dass bei Feuerwehrleuten das Risiko an Krebs zu erkranken, schon nach wenigen Jahren im Dienst um 30% zunimmt.

Ein sehr wichtiges Thema, das mehr Aufmerksamkeit erhalten sollte. Gibt es sonst noch etwas, was dir besonders wichtig ist?

Die Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr ist mir persönlich sehr wichtig, um schon früh spielerisch Nachwuchs zu rekrutieren. Die Feuerwehr hat im Kindesalter noch wenig mit realen Einsätzen zu tun, aber mit dem Erleben von Kameradschaft und Gemeinschaft. Und: Ohne die Rückendeckung meiner Frau könnte ich in meinem Traumberuf nicht arbeiten. Weil ich Tag und Nacht in Alarmbereitschaft bin, muss sie oft für mich zu Hause mit übernehmen.

9. April 2021 / von Sabrina Sigmund
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