• Harte Untergründe

    Warum gute Dämpfung so wichtig ist

    Christoph Nordmann, 03.03.2016

Volksleiden Rückenschmerz

„Isch hab Rücken“ – Horst Schlämmer hat eines der großen Volksleiden berühmt gemacht. Aber jetzt mal das Gebiss raus und den Spaß beiseite: Rund 21 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit gehen einer Statistik nach auf Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats, also etwa auf Rückenleiden, zurück. Nur psychische Leiden sorgen für noch mehr Arbeitsausfälle. Wer täglich auf harten Untergründen wie Industrieböden unterwegs ist, weiß, welche Belastungen für Knie, Nacken und Rücken entstehen können.

Eine spannende Frage in diesem Zusammenhang ist sicherlich, welche (vorbeugende) Rolle der Fußschutz spielen kann, der an solchen Arbeitsplätzen häufig vorgeschrieben ist. Wir haben gemeinsam mit unserem Orthopädie-Schuhmacher Stefan Tintrup die Risiken und die Bedeutung von gut gedämpftem Fußschutz bei der Arbeit auf harten Untergründen in einem Blogbeitrag zusammengefasst.

Harte Böden, weite Strecken: Viele Beschäftigte, etwa in der Industrie und im produzierenden Gewerbe, laufen bei ihrer Tätigkeit mehrere Kilometer täglich. Das ermüdet die Füße – und kann unangenehme Folgen haben. „Im Gegensatz zu einem Arbeitsplatz im Büro mit überwiegend sitzender Tätigkeit kommt es in den meisten Bereichen der Industrieproduktion durch permanentes Stehen und Gehen, aber auch Knien über viele Stunden zu erhöhten Belastungen von Fuß, Knie und Hüfte. Auch und gerade der Rücken ist betroffen“, hat uns Stefan Tintrup erklärt.

Blasen und Druckstellen, Nacken- und Rückenschmerzen oder gar chronische Fehlhaltung – die Gesundheitsprobleme, die durch lange Arbeitstage auf den Beinen und falsches Schuhwerk hervorgerufen werden, sind vielfältig. Erschwerend kommen hinzu: der demographische Wandel, der steigende Altersdurchschnitt, aber auch das zunehmende Gewicht der Mitarbeiter – über 50 Prozent der Erwachsenen sind mittlerweile übergewichtig. Deswegen sollten entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um den Gesundheitsproblemen effektiv vorzubeugen.

Die richtige Dämpfung macht’s

Ich empfehle daher dringend ein ganzheitliches Schuhkonzept, das – neben individueller Passform und ebensolchen Einlagen – vor allem auch die richtige Dämpfung berücksichtigt: Gerade in der Industrie muss der überwiegend harte Fußboden bedacht werden, der in der Regel keine stoßabsorbierenden Eigenschaften besitzt. Hier ist eine gute Dämpfung durch den Arbeitsschuh unbedingt erforderlich. Ideal ist eine dicke Zwischensohle, die entsprechend weich geschäumt ist, um Sehnen, Muskeln und Gelenke bestmöglich zu schonen. Wir bei Elten setzen dazu Kunststoffe ein, die solche dämpfenden Funktionen auch bei dauerhafter Belastung ermöglichen.

Durchgesetzt haben sich hier Zweischichtverfahren, die das robuste Außenprofil der Laufsohle mit einem weichen Sohlenkern verbinden und dadurch die Dämpfungseigenschaften optimieren. Als Material für die Zwischen- oder auch Einlegesohlen hat sich zum Beispiel hochwertiges Polyurethan (PU) bewährt – ein Kunststoff, der aus vernetzten Polymeren besteht. PU zeigt eine hohe Elastizität bei gleichzeitig hoher Abriebbeständigkeit. Genau das macht ihn in der Praxis angenehm elastisch und lange haltbar. Hervorragende Eigenschaften bei der Verwendung in Laufsohlen bietet auch TPU (thermoplastisches Polyurethan), ein thermisch verformbares Granulat. TPU erfüllt erhöhte Anforderungen in Bezug auf Belastbarkeit, Abrieb, mechanisches Verhalten, aber auch auf Designmöglichkeiten.

Ein dynamisches Duo: Elten Wellmaxx mit Infinergy von BASF

Eine außergewöhnlich gute Performance zeigt jetzt aber ein völlig neues, innovatives Material – das Resultat einer sich schnell weiterentwickelnden Technologie und kontinuierlichen Forschung. Gemeint ist ein expandiertes thermoplastisches Polyurethan (E-TPU) namens Infinergy. Der BASF-Partikelschaum kommt in den Zwischensohlen unserer Wellmaxx-Modelle zum Einsatz. Der Clou: Infinergy dämpft den Aufprall des Fußes beim Laufen und federt gleichzeitig zurück. Durch den hohen Reboundeffekt, also das Rückstellvermögen des Materials, gibt die Sohle einen Großteil der aufgewendeten Energie wieder an den Träger ab – und das deutlich besser als die bisher eingesetzten Materialien.

Beschäftigte müssen somit weniger Kraft beim Laufen aufwenden. Bislang wurde das elastische Material nur bei Laufschuhen im Sportbereich verwendet – im Arbeitsschutz ist es ein Novum.

Keine Zwischensohle erzeugte bislang mehr Energierückstellung. Und genau das ist in der Praxis eine große Erleichterung für all jene Mitarbeiter, die bei ihrer Tätigkeit sehr viel laufen. Denn so kann man gezielt Ermüdungserscheinungen und Gelenkproblemen vorbeugen.

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3. März 2016 / von Christoph Nordmann