• 5 Tipps gegen Schweissfüsse

    in Sicherheitsschuhen

    Christoph Nordmann, 17.05.2017

Ohne Schweiss kein Preis?

Ohne Schweiß kein Preis? Mag sein. Besonders angenehm sind schwitzige Füße allerdings nicht. Vor allem dann, wenn man acht Stunden oder länger in seinen Schuhen verbringt und keine Möglichkeit sieht, die „Mauken“ zu lüften. Die Füße ermüden, jeder Schritt fühlt sich schwer an. Die Konzentration sinkt, das Risiko für einen unachtsamen Fehltritt steigt.

Und dann ist da noch die hygienische Komponente. Schweiß an sich stinkt nicht. Ein Schuh, in dem sich der Fuß aufheizt wie in einem Tropenhaus, ist jedoch ein idealer Brutherd für Bakterien. Diese zersetzen den Schweiß und es entsteht Buttersäure, die wir als stechenden Geruch wahrnehmen – fertig ist der „Käsefuß“. Was im Volksmund jedoch so harmlos klingt, ist für manche Betroffene eine Qual. Von ständigen Schamgefühlen begleitet, leidet ihr Selbstvertrauen massiv. Das aber sind Extremfälle. Jeder Mensch schwitzt, gerade in den schweißtreibenden Sommermonaten bleibt kaum ein Fuß trocken. Kein Wunder: Auf den Fußsohlen befinden sich – auf den Quadratzentimeter gesehen – die meisten Schweißdrüsen. Keine andere Region Eures Körpers kann bei dieser Dichte mithalten. Nicht mal Eure Achselhöhlen.

Die gute Nachricht: Diesen Schweißdrüsen seid Ihr keineswegs hilflos ausgeliefert. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Euch helfen können, die Schweißbildung zu verringern. Hier sind unsere Tipps für ein frischeres Fußklima.

[Bevor wir loslegen, haben wir noch einen wichtigen Hinweis: Wie gesagt, jeder Mensch schwitzt. Der eine weniger, der andere mehr. Wenn sich extreme Schweißbildung nicht eindämmen und auf Umstände wie große Hitze zurückführen lässt, ist ein Gang zum Arzt ratsam. In einigen Fällen kann sie ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung sein.]

Füsse regelmäßig waschen

Für Tipp Nr. 1 holen wir uns Captain Obvious ins Boot: Wer nicht will, dass seine Füße müffeln, sollte sie regelmäßig waschen. Regelmäßig heißt nicht etwa zwei-, dreimal die Woche, sondern jeden Morgen. Gründlich waschen und abtrocknen. Auch zwischen den Zehen, damit keine Restfeuchte übrig bleibt. Ein feuchtwarmes Milieu begünstigt Fußpilz. Durch die Feuchtigkeit quillt die Haut auf und Bakterien können leichter in die Haut eindringen

Auf die Wahl der Socken achten

Auch dieser Tipp klingt wie ein Ratschlag von Mutti: Socken täglich wechseln und regelmäßig waschen. Das mit dem Waschen ist nämlich Grundvoraussetzung dafür, dass ihr frische Socken zum Wechseln im Schrank habt. Feuchte Socken sind – Ihr ahnt es – ebenfalls ein heimeliger Nährboden für Bakterien.

Aber auch Material und Passform der Socken sind entscheidend. Socken mit einem hohen Anteil an Kunstfasern sind haltbarer und weniger saugfähig als Naturfasern, da sie durchs Schwitzen entstandene Feuchtigkeit nicht speichern, sondern nach außen abtransportieren. Socken aus 100-prozentiger Wolle dagegen sind „saugstark“, geben die Feuchtigkeit aber nur geringfügig wieder ab. Dass Eure Socken gut sitzen und nicht am Fuß „schlabbern“ ist insofern wichtig, da schlecht sitzende Strümpfe Reibung und somit zusätzliche Hitze im Schuh erzeugen.

Schuhen eine (Trocken-)Pause gönnen

Auch Schuhe brauchen mal eine Pause. Über den Tag verteilt schwitzt ein Mensch bis zu einem halben Liter Feuchtigkeit über die Füße aus. Die Restfeuchte, die am Ende eines langen, schweißtreibenden Arbeitstages im Schuh verbleibt, trocknet in der Regel nicht über Nacht. Daher ist es ratsam, Sicherheitsschuhe im Wechsel zu tragen. Wenn Ihr Euren Schuhen eine Auszeit gönnt, solltet Ihr außerdem die Einlegesohlen herausnehmen und separat trocknen lassen. Auch bei den Einlagen empfiehlt sich ein regelmäßiger Wechsel.

Sicherheitsschuhe passend auswählen

Auf den Wetterbericht ist bekanntlich nicht immer Verlass. Wenn Ihr aber voraussehen könnt, dass Euer Arbeitstag wieder hitzig wird – weil Ihr etwa in Produktionsstätten arbeitet, die sich schnell aufheizen – lohnt es sich, über besonders luftiges Schuhwerk nachzudenken. Verrichtet Ihr Euren Dienst in trockenen Arbeitsbereichen, dann sind Sicherheitssandalen eine Überlegung wert. Oder perforierte Schuhe. Das sind Schuhe mit Löchern an der Seite, die für zusätzliche Erfrischung sorgen. Ein Beispiel für einen perforierten Sicherheitsschuh ist unser BREEZER.

Arbeitet Ihr im Freien, dann eignen sich Sicherheitsschuhe mit einer GORE-TEX® Membran. Eine solche Membran sorgt dafür, dass Regen und Nässe von außen nicht in den Schuh eindringen. Von der Beschaffenheit her ist sie so aufgebaut, dass Feuchtigkeit von innen verdunsten kann. Wie das Prinzip genau funktioniert, könnt Ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen.

Für welches Modell Ihr Euch auch entscheidet – generell gilt: Der Schuh sollte in jedem Fall gut passen. Schlecht sitzende und/oder zu große Schuhe rutschen am Fuß hin und her. Was schon aus Arbeitsschutz- und Gesundheitsgründen problematisch ist. Gleichzeitig entsteht Reibung und somit vermeidbare Wärme im Schuh.

Atmungsaktivität mit der nötigen Pflege erhalten

Atmungsaktive Schuhe lassen die Füße atmen – langfristig aber nur, wenn Ihr ihnen ab und an etwas Pflege gönnt. Wenn der Schuh von außen zu stark verschmutzt, kann dies dazu führen, dass sein Obermaterial (Leder oder Textil) bzw. seine Klimamembran in ihrer Atmungsaktivität eingeschränkt wird. Der Schmutz wirkt wie ein undurchlässiges Schild. Lieber einmal zu viel als zu wenig die Bürste in die Hand nehmen. Von innen sollten Schuhe ca. einmal wöchentlich desinfiziert werden. Das tötet die Buttersäure produzierenden Übelriechtäter ab. Für die Pflege von Sicherheitsschuhen haben wir Euch weitere Tipps & Tricks zusammengestellt.

9. Mai 2017 / von Christoph Nordmann