• Von Schlittenhunden

    und Sicherheitsschuhen

    Stefanie Teßner, 13.11.2019

Eine finnische Huskyfarm übernimmt Verantwortung

 Zwei Extremsportler, eine Liebesgeschichte zwischen Südafrika und Nordfinnland und eine Huskyfarm mit glücklichen Hunden. Anna Mc Cormack und Pasi Ikonen leben ein Leben wie aus dem Abenteuerroman. Ihre Farm „Hetta Huskies“ im nordfinnischen Enontekiö hat sich verantwortungsvolle Hundezucht auf die Fahne geschrieben. Hier darf jeder Hund seinen Ruhestand genießen, auch wenn er keine körperlichen Höchstleistungen mehr erbringt. Das Konzept nennt sich „Mush with pride“ (Deutsch etwa: „Hundehaltung mit Würde“). Wir haben die beiden besucht und erfahren, welche Gefahren Schuhe von ELTEN mitten im Outback von den Füßen der Schlittenhundeführer abwehren. Eine Entdeckungsreise.

…für Tier und Mensch

Es ist immer viel zu tun bei Hetta Huskies. Holzhacken, einen Anbau für ein bestehendes Holzhaus bauen oder mit kleinen Besuchergruppen hunderte von Kilometern in der finnischen Schneelandschaft zurücklegen. Hier sind körperliche Höchstleistungen von Mensch und Tier gefragt und entsprechend gefährlich ist dieser Job. Die Huskyfarm befindet sich in der Gemeinde Enontekiö im finnischen Teil Lapplands, weit innerhalb des Polarkreises in einem der letzten großen Wildnisgebiete Europas. Hier haben sich Anna und Pasi einen Traum erfüllt und eine besonders tierfreundliche Husky- und Safarifarm aufgebaut. Ihre Hunde halten und füttern sie besonders artgerecht und folgen außerdem als eine der wenigen Farmen dem „nicht töten“-Grundsatz für alte und kranke Hunde. Das Paar lebte nicht immer in einem so dünn besiedelten Gebiet mit nur knapp 2.000 Einwohnern.

Eine Lovestory zwischen Feuer und Eis

Anna, Outdoorexpertin und Abenteurerin, bestieg bereits mit 19 Jahren Indonesiens höchsten Vulkan im tiefsten Dschungel von Sumatra. Die taffe Abenteurerin hat über 40 Länder bereist und fünf Jahre lang als Athletin an der Weltspitze im Bereich Abenteuerrennen an Wettbewerben teilgenommen. Kennengelernt haben Anna und Pasi sich in Tibet beim „Raid Gauloises“, einem bekannten 1000-km-Rennen durch den Himalaya. Pasi, erster Finne, der eine selbstständige Expedition zum Südpol beenden konnte, war Kapitän des finnischen Teams und holte in diesem Jahr den Sieg nach Hause. Das war im Jahr 2000. In den folgenden Jahren kreuzten sich ihre Wege immer mal wieder, wenn sie bei Rennen gegeneinander antraten. Irgendwann wurde das Naheliegende offensichtlich: Die beiden hatten sich verliebt und Anna zog spontan aus dem heißen Südafrika nach Helsinki. „Wir sind die Art von Menschen, die 100 Prozent bei allem geben, was sie tun“, sagt die Engländerin.

Pasi: „Wir verwenden nachhaltiges Holz von unserem eigenen Land und bauen viele Dinge am und im Haus selber. Sicherheitsschuhe geben mir bei dieser Art von Arbeit ein hohes Maß an Sicherheit.“

Charlotte: „Ich denke, dass Hunde immer ein Teil meines Lebens sein werden.“

Taffe Frauen

Heute arbeitet Pasi neben der Organisation der Huskyfarm viel für die regionale Entwicklung von Enontekiö. Das Gebiet wird traditionell vom Volk der Samen bewohnt, die größtenteils von der Rentierzucht leben. Auch die immer weiterwachsende Farm und ihre Mitarbeiter, die größtenteils in gefährlichen Arbeitsumgebungen arbeiten, müssen koordiniert werden. So wie Charlotte. Die gelernte Konditorin kam ursprünglich über ein Praktikum in Schlittenhundeführen zu ihrem jetzigen Job. Nach Etappen in Kanada und Island begleitet sie nun Safaris mit Gästen in Hetta. Die Arbeit ist oft körperlich herausfordernd, insbesondere für eine Frau. Steckengebliebene Schneemobile anheben, Hunde herumtragen: Das alles schafft sie mit Grips statt mit Muckis. „Man lernt ziemlich schnell, wie man ein Schneemobil so fährt, dass man nicht hängen bleibt, weil man weiß, in welche Schwierigkeiten man sonst kommt. Gehirn über Muskeln”, sagt die hübsche Schlittenführerin.

Gefährliche Jobs

Noch härter kann es den tierlieben Tim bei seinen Aufgaben auf der Farm treffen. Neben der Instandhaltung und Wartung des Safari-Equipments kümmert er sich um Reparaturarbeiten auf der Farm und die Brennholzversorgung. Der Allrounder ist außerdem für alle Neubauten auf der Huskyfarm zuständig, worunter alles von kleinen Basteleien bis hin zu komplett neuen Gebäuden fallen kann. Viel Arbeit und vor allem solche, die mit gefährlichen Gerätschaften wie einer Kettensäge oder anderem Elektrowerkzeug ausgeführt wird. Gute Sicherheitsschuhe sind da Pflicht. Baumstämme zersägen, Holz bearbeiten, Hundezwinger von A nach B transportieren: Das alles bringt die Füße in große Gefahr. „Meine Sicherheitsschuhe müssen sowohl schützend als auch flexibel genug sein, damit ich viel darin laufen kann. Einige der Wildnishütten erfordern eine Wanderung von einem Tag oder mehr, um sie zu erreichen!“, sagt der von den anderen liebevoll „Waldschrat“ Genannte. Deswegen hat sich Tim für den ELTEN SENEX Pro GTX ESD S3 entschieden.

Tim: „Ich hatte mich zunächst für einen Zeitraum von zwei Monaten beworben. Direkt nach der ersten Woche hatte ich dann Angst, wieder nach Hause geschickt zu werden, da ich die einzige Quad-Winde gebrochen hatte, die die Farm zu diesem Zeitpunkt besaß“, lacht Tim.

Immer einen Besuch wert!

Auf der wunderschön an den Ausläufern des skandinavischen Gebirges gelegenen Huskyfarm treffen festangestellte Mitarbeiter auf saisonale Aushilfskräfte und Besucher aus aller Welt. Diese wollen beispielsweise einmal im Leben die Polarlichter sehen, einen Abenteuerurlaub in einer der zahlreichen Wildnishütten verbringen oder sind einfach begeisterte Huskyfans. Einige kommen auch, um an dem kurzen Intensivkurs im Schlittenhundeführen teilzunehmen. Wer weiß, ob nicht der ein oder andere dann wie Charlotte nicht mehr von den wunderschönen arktischen Hunden loskommt. „So sehr ich die Tatsache liebe, dass ich jeden Tag etwas anderes zu tun habe, ist meine Lieblingszeit des Jahres, wenn ich mehrtägige Wildnis-Touren abseits der Farm mit nur sechs Gästen und 35 Hunden unternehmen kann“, erzählt die junge Hundeschlittenführerin. Und dazu sind natürlich jederzeit Besucher aus aller Welt herzlich eingeladen.

Mehr Infos zu den Safaris bei Hetta Huskies unter: https://www.hettahuskies.com/en

13. November 2019 / von s.tessner