• Outdoor gut besohlt

    Für den richtigen Halt
    auf unebenen Böden

    Denise Pollex, 05.10.2016

Die wichtigsten Merkmale einer guten Outdoor-Sohle

Wenn ihr auf Baustellen, im Garten- und Landschaftsbaubetrieb oder als Forstarbeiter tätig seid, dann kennt ihr das: Im Arbeitsbereich Outdoor sind die Böden oft rutschig oder uneben. Sinnvoll sind draußen daher rutschhemmende Sohlen – ebenso wie auf den glatten Industrieböden im Innenbereich. Schließlich kommt es auf Stabilisierung, Vorbeugung gegen Ausgleiten und Umknicken auf unsicheren Untergründen sowie auf Wetterbeständigkeit an. Dabei spielt das Profil der Laufsohle eine große Rolle.

Warum es gerade auf die Beschaffenheit der Sohle ankommt? Sie stellt die Verbindung zwischen eurem Körper und dem Untergrund her, auf dem ihr unterwegs seid. Wer bei der Arbeit in seinen Schuhen keinen sicheren Kontakt zum Boden hat, bewegt sich oft unbewusst verkrampft, weil er ständig drohendes Stolpern, Umknicken und Ausrutschen verhindern will. So wird der Bewegungsapparat fehlbelastet. Und das kann Folgen haben, die als Fußschmerzen beginnen, sich auch im Knie- und Hüftgelenk bemerkbar machen und die Wirbelsäule beeinträchtigen können. Sogar Nackenverspannungen und Kopfschmerzen haben ihren Ursprung häufig im Fußbereich.

Gute Outdoorsohlen besitzen meist eine gewisse Profiltiefe: Ein grobstolliges Profil mit 3,5 (wie bei einigen unserer Safety-Grip-Modelle), 4,5 oder sogar 6 Millimetern Profiltiefe (wie teilweise bei unserer Specials-Serie) mindert das Risiko erheblich, auf nassem oder gefrorenem Boden auszurutschen. Es bietet ebenfalls mehr Sicherheit beim Gehen über Schutt, Geröll oder auf matschig-lehmigem Untergrund.

Auf die S-Linie achten!

Um vor allem bei Drehbewegungen und Landungen eine Behinderung durch die groben Stollen zu vermeiden und besseres Abrollen zu ermöglichen, empfehle ich Sohlen, die an beiden Sohlenenden über Negativ-Profile verfügen.

Damit dabei nicht übermäßig Schmutz im Profil hängen bleibt und die Sohle dadurch doch wieder rutschig wird, gibt es bei Modellen für den Outdoor-Bereich Profilstollen, die entsprechend „selbstreinigend“ angeordnet sind. So löst sich der Schmutz von allein oder ihr könnt ihn ganz leicht herausklopfen.

Auf einen weiteren auf Ergonomie bezogenen Punkt – besser gesagt eine Linie – solltet ihr ebenfalls achten: die S-Linie. Zieht sie sich durch das gesamte Laufsohlenprofil, wird der natürliche Abrollvorgang eures Fußes unterstützt. In Brems- oder Stoßrichtung abgeschrägte Profilrippen, die bei Wind und Wetter und schwierigen Bodenverhältnissen vielseitige Einsätze zulassen, runden eine gute Outdoor-Sohle ab. Sinnvoll ist auch, einen Schuh mit Spitzenschutz zu wählen. Der schont den Schuh im bei der Outdoor-Nutzung oft besonders beanspruchten vorderen Bereich und sorgt dafür, dass ihr länger etwas von ihm habt.

Zuverlässiger Schutz bei Wind und Wetter

Widerstandsfähigkeit der Schuhe und der Sohlen – das muss im Outdoor-Bereich natürlich grundsätzlich groß geschrieben werden. Je nach Einsatzfeld sind moderne Laufsohlen als reine Polyurethan (PU)-Version (das sind spezielle Kunststoffe bzw. Kunstharze) oder aus einem zweischichtigen Mix aus Gummi und PU gefertigt, die vor Verbrennungen oder Verletzungen durch aggressive Stoffe schützen. Gummilaufsohlen trotzen kurzzeitig Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius. Aber auch eine gute Kälteflexibilität muss vorhanden sein.

Ob auf dem Bau, beim Straßen-oder Landschaftsbau, auf dem Recyclinghof oder bei der Arbeit im Forst: Wir haben gemeinsam mit Wissenschaftlern Konzepte ausgearbeitet, die eigens für die Arbeit im Outdoor-Bereich entwickelt wurden. Schaut euch einfach mal bei uns im Store um, welche Modelle für euch infrage kommen.

Übrigens: Hilfreich ist außerdem ein Stolper- und Umknickschutz für eure Sicherheitsschuhe. Und damit euch zudem an kalten Tagen nicht das Gefühl in den Füßen verloren geht, achtet ihr am besten auf atmungsaktive Gore-Tex®-Innenausstattungen. Damit sind eure Sicherheitsschuhe sowohl wasser- als auch winddicht und eure Füße bleiben warm, trocken und gesund. Innen entstehende Feuchtigkeit wird problemlos nach außen abgeleitet.

 

10. Oktober 2016 / von Denise Pollex