• Fussschutz im Gartenbau

    Ein Besuch vor Ort

    Denise Pollex, 12.06.2016

Gartenbau – Ein Besuch vor Ort

Zur passenden Ausrüstung im Gartenbau gehören selbstverständlich auch Sicherheitsschuhe. Die Auswahl ist hier groß, die Anforderungen sind vielfältig. Bei der Suche nach einem geeigneten Sicherheitsschuh ist es daher umso wichtiger, dass Beschäftige und Selbstständige im Gartenbau wissen, worauf sie achten müssen. Welche Gefahren lauern im beruflichen Alltag? Auf welche Schutzfunktionen kommt es in besonderem Maße an? Und wie sieht es mit dem Design aus? Wir haben Dennis Tenelsen, der eine Gärtnerei und Baumschule betreibt, besucht, damit er uns aus der Praxis heraus diese Fragen beantwortet.

Schwerer Topf, keine Sicherheitsschuhe = grosses Problem

Herunterfallende Pflanzentöpfe, rutschige Oberflächen, schwere Maschinen – die Verletzungsgefahren im Gartenbau sind vielfältig. „Daher ist es wichtig, dass wir immer bestmöglich geschützt sind. Denn verletzungsbedingte Ausfälle können wir uns gerade als kleiner Betrieb nicht leisten“, sagt Dennis Tenelsen. Im niederrheinischen Uedem betreibt er eine Gärtnerei und Baumschule mit zwei festen Mitarbeitern und mehreren in Teilzeit. Tenelsen trägt den Lowa Innox Work GTX, den wir in Zusammenarbeit mit dem Sportschuhhersteller Lowa entwickelt haben. Das Besondere an dem Modell: Es kombiniert die für den Gartenbau notwendigen Schutzfunktionen der Sicherheitsschuh-Klasse S3 mit einem sportlichen Tragekomfort.

Laut der verbindlichen Norm DIN EN ISO 20345 muss Fußschutz der Klasse S3 einen Zehen- und Durchtrittschutz, eine rutschhemmende Sohle und eine bedingte Wasserfestigkeit vorweisen. Mitarbeiter im Gartenbau sind damit vor den gängigen Gefahren bei der täglichen Arbeit geschützt. „Ganz wichtig ist für uns der Zehenschutz. Wir arbeiten mit cc-Containern, Fließbändern und mit schweren Maschinen wie Treckern und Staplern. Wenn da mal ein schwerer Topf herunterfällt oder der Fuß unter eine Maschine gerät, kann es ohne Zehenschutzkappe ganz schnell zu Brüchen oder Quetschungen kommen“, erzählt Tenelsen, der sich auf die Aufzucht von Herbstbepflanzung spezialisiert hat.

Rutschfest und flexibel

Und auch die rutschhemmende Sohle ist nicht wegzudenken: „Vor allem bei Feuchtigkeit ist es wichtig, dass wir auf Leitern, Maschinen und rutschigen Unter-gründen einen festen Halt haben“, so Tenelsen.

Großen Wert legen Tenelsen und seine Mitarbeiter aber nicht nur auf die Schutzfunktionen, sondern auch auf einen hohen Tragekomfort: „Wir arbeiten viel in kniender Position, etwa wenn wir die Pflanzenpaletten in die cc-Container laden. Da muss der Durchtrittschutz nicht nur schützen, sondern auch flexibel sein. Sonst wird es schnell unbequem“, so Tenelsen. Ein Durchtrittschutz aus Textilfasern schützt vor dem Eindringen spitzer Gegenstände in den Schuh. Gleichzeitig passt er sich aber beim Anwinkeln der Zehen an die Fußhaltung an.

Wer wie Tenelsen im Gewächshaus Pflanzen bewässert oder draußen bei Wind und Wetter im Einsatz ist, achtet außerdem auf ein weiteres Kriterium: „Der Schuh muss möglichst wind- und wasserfest sein. Wenn man nasse Füße bekommt, wird das Arbeiten schnell unangenehm“, sagt der Selbstständige. Das von ihm getragene Modell ist mit seinem Obermaterial aus hydrophobiertem Leder und Cordura reißfest und gleichzeitig wasserabweisend. Wind- und Wasserfestigkeit entsteht zudem durch eine integrierte Gore-Tex-Membran.

Der Sicherheitsschuh muss atmen

Neben der wasserabweisenden Funktion sorgt diese Gore-Tex-Membran auch für eine hohe Atmungsaktivität: Denn Wasserdampf kann durch die Membran aus dem Schuh entweichen. Das sorgt für einen hohen Tragekomfort , der einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Neben der Atmungsaktivität ist hier auch die Passform von großer Bedeutung. „Wir arbeiten gerade in der Hochsaison häufig mehr als zwölf Stunden am Stück in den Sicherheitsschuhen. Da ist es wichtig, dass das Material der Schuhe atmungsaktiv und bequem ist“, erzählt Tenelsen. Denn wenn sich die Beschäftigten nicht wohlfühlen in ihren Schuhen, wenn es ständig drückt oder scheuert, lässt die Konzentration sehr schnell nach und die Leistungsfähigkeit sinkt. „Das Modell, das ich trage, ist leicht und hat eine sportliche Passform. In Sachen Tragekomfort unterscheidet sich mein Sicherheitsschuh kaum von einem Freizeitschuh“, sagt Tenelsen.
Schutzfunktionen, Tragekomfort und Design – kennt Mitarbeiter im Gartenbau die für sie entscheidenden Kriterien, können sie sich gezielt und bedarfsgerecht für das am besten geeignete Modell entscheiden.

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12. Juni 2016 / von Denise Pollex